Netbook oder Tablet: Im Vergleich iPad Betriebssystem gegen Windows

Sie sind mobil und handlich, doch ein Netbook oder ein Tablet sind nicht ganz identisch. Hier ein Vergleich mit Informationen zum iPad, Android und Windows.

Wer sich mit der Anschaffung eines neuen portablen Computers beschäftigt, stellt sich aktuell (völlig zu Recht) die Frage, ob es ein Tablet (etwa das iPad von Apple oder ein Android-Gerät wie das Samsung Galaxy Tab – siehe unser Vergleich der beiden Geräte) oder ein Notebook, Netbook oder Ultrabook werden soll …

Die Antwort hängt im Einzelfall davon ab, was Sie konkret mit dem Gerät vorhaben. Die Tablets sind zwar besonders kompakt und einfach zu bedienen, besitzen aber gegenüber einem konventionellen PC-Betriebssystem gewisse Einschränkungen, wobei man vor allem auf viele Programme in der gewohnten Ausführung verzichten muss. Gerade spezielle Software ist oft für Tablet-Computer gar nicht verfügbar.

Im Prinzip muss man sagen, dass herkömmliche Computer allround-tauglicher sind, Tablets dagegen eher der Unterhaltung dienen, denn ihre Stärke ist das Surfen im Internet, Abspielen von Videos und Musik oder das Gaming. Netbooks, Notebooks oder Laptops dagegen sind alleine schon aufgrund der Bedienung über Tastatur und Maus besser für das Eingeben von längeren Texten geeignet.

Insgesamt sind heute bereits in allen Gerätekategorien sehr handliche, leichte und ausdauernde Modelle verfügbar. Und während ein Tablet wie das iPad bis zu 10 Stunden genutzt werden kann, gibt es auch etliche Netbooks, die hier von der Akkulaufzeit mithalten können.

Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass Geräte der jeweiligen Hersteller am besten direkt untereinander zusammenarbeiten. Wer also zuhause einen Apple-Rechner nutzt, wird mit einem iPad unterwegs gut zu Recht kommen und womöglich noch ein iPhone verwenden. Wer dagegen ein Smartphone mit Android im Einsatz hat, kann besonders bequem mit einem Tablet desselben Betriebssystems arbeiten und Dateien abgleichen oder dieselben Programme nutzen. Ähnlich sieht es inzwischen im Microsoft-Bereich aus, wo es für PC, Tablet und Smartphone eine entsprechende Lösung gibt. Allerdings ist dieser Vorteil nicht unbedingt kaufentscheidend …

Im Trend: Die handlichen Gadgets von Apple wie iPad, iPhone oder iPod

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Während so manches Tablet einen problemlosen Anschluss einer Speichererweiterung oder einer Maus erlaubt, sieht es hier bei Apple anders aus. Man kann zwar eine Tastatur andocken (zum Beispiel mit dem von uns getesteten USB-Connector von Sandberg), doch die Navigation erfolgt ausschließlich über den Touchscreen, weil sogar Pfeiltasten fehlen. Eine Maus ist überhaupt nicht vorgesehen, weil dies wohl dem Konzept des iPads widerspricht.

Unser Tipp: Wer in der Geschäfstwelt unterwegs ist, wird nach wie vor häufig Notebooks oder kompaktere Computer vorfinden. Denn damit hat man einen vollwertigen Desktop-Ersatz oder weniger eine leistungsfähige Ergänzung. Tablets sind zwar auch beliebt, doch sie eignen sich weniger zum Arbeiten, denn das Verfassen längerer Texte ist auf der Bildschirmtastatur mühsam und man wird damit wohl eher nur kurze Mails schreiben als einen ganzen Roman. Wenn man dann noch eine zusätzliche Tastatur mitführen muss, hat man ohnehin das Gewicht und die Größe mindestens eines Netbooks und das zu einem normalerweise höheren Preis. Dafür bietet ein Tablet aber in der Regel ein sehr gutes Display und eine Bedienung, die gerade für Computerlaien perfekt ist.

Experten haben in Umfragen und Erhebungen herausgefunden, dass man rund 90 Prozent der Dinge, die man mit einem Note-, Net- oder Ultrabook macht, auch mit einem Tablet erledigen kann. Die restlichen zehn Prozent können aber die Entscheidung dafür oder dagegen ausmachen. Während das iPad keine Flash-Unterstützung besitzt und so manche Internetsite auf einem Tablet nicht perfekt dargestellt werden kann, kennen die bewährten Desktop-Browser wie der Internet Explorer, Firefox oder Chrome diese Schwierigkeiten nicht.

Immer wieder wird bei Tablets der angebliche Vorteil angeführt, dass diese sofort startklar sind. In Wahrheit befinden sie sich ja die meiste Zeit im Stand-by und können innerhalb eines Augenblicks aktiviert werden. Bei einem Netbook ist das aber auch möglich, wird aber wohl nur von wenigen Nutzern bewusst eingesetzt. So gibt es Geräte, die durch ein doppeltes Klicken auf das Touchpad aus dem Schlaf geholt werden. Das dauert nur minimal länger als bei iPad & Co.

Natürlich glänzen die Tablets – und hier allen voran das iPad – auch als Spielkonsole, wofür man beim Netbook normalerweise nicht die richtige Grafik-Hardware besitzt und diese auch kaum nachrüstbar ist.

Ein klarer Pluspunkt für Tablet-Computer ist die Tatsache, dass Viren oder sonstige Schadsoftware kaum eine Chance haben und man sich kaum davor fürchten muss, ausspioniert zu werden. Bei einem Notebook dagegen kann man nicht auf eine entsprechende Security-Suite verzichten, die laufend aktualisiert werden muss.

Unser Fazit: Je nach den persönlichen Bedürfnissen sollte man sich für ein stylisches, handliches Tablet oder einen leistungsfähigen Mobilcomputer entscheiden. Wer „the best of both worlds“ haben möchte, sollte sich die Hybrid-Geräte ansehen, die laufend neu auf den Markt kommen und beispielsweise Windows mit einem Touchscreen kombinieren und für unterwegs eine zu- bzw. abklappbare Tastatur besitzen. Ansonsten macht aber vor allem die Software den Unterschied und wer spezielle Programme braucht, wird eher zu einem Netbook greifen. Wer dagegen Entertainment wünscht, ist mit einem Tablet gut bedient.

Unser Tipp: Lesen Sie mehr zum Thema in einem informativen Artikel über das iPad 3 bzw. den Nachfolger sowie die technischen Daten zu diesem Tablet-Computer hier auf dem News- und Testportal nurido.de. Außerdem halten wir Sie über die neuesten Gerüchte auf dem Laufenden, denn es ist schon länger von einem iPad mini die Rede, das die Konkurrenz von Samsung & Co. auf die Plätze verweisen soll. Auch jede Menge Details zu den Alternativen in allen Preisklassen haben wir für Sie zusammengestellt.