Warum es so schwer fällt das Rauchen aufzugeben

Die Sucht nach Nikotin macht es für den Raucher besonders schwer wieder von der gewohnten Zigarette loszukommen. Verantwortlich hierfür sind die schnell auftretenden Entzugserscheinungen und eine Kombination gewisser psychischer und körperlicher Effekte.

In Deutschland liegt das durchschnittliche Einstiegsalter beim Zigaretten-Konsum, bei 11 bis 13 Jahren, wobei anfänglich die Motive, wie Neugierde und der Wunsch nach Gruppenzugehörigkeit, dominieren. Mit der Zeit entwickelt sich der Griff zur Zigarette in bestimmten Situationen, zu einem festen Bestandteil des täglichen Lebens. Die Gründe, weshalb geraucht wird, sind immer wieder die gleichen: Stress, Langeweile, Gewohnheit, als Genuss oder zur Anregung. Das eingeprägte Verhaltensmuster im Zusammenhang mit auftretenden Entzugserscheinungen, ist nur schwer zu durchbrechen und führt bei Versuchen das Rauchen aufzugeben, immer wieder zu Rückfällen. So wird weiter geraucht, selbst wenn negative körperliche Auswirkungen bereits spürbar sind.

Grundsätzlich gelten für die Abhängigkeit von Zigaretten die gleichen Voraussetzungen, wie bei der Sucht nach Alkohol oder anderen Rauschmitteln. Als wesentlicher Unterschied gilt allerdings, dass das Rauchen keine psychotoxischen Effekte, also Veränderungen der Persönlichkeit, mit sich bringt. Während Alkohol- und Drogenabhängigkeit zu auffälligem Verhalten führen können, die häufig eine gesellschaftliche Ausgrenzung, den Verlust des Arbeitsplatzes und Partnerverlust, nach sich ziehen können, bleibt das persönliche Verhalten beim Nikotin-Konsum unverändert und die Droge wird, trotz aller gesundheitlicher Gefahren, gesellschaftlich zumindest geduldet.

In der Liste der gefährlichsten Drogen, die der Pharmakologe David Nutt von der Universität Bristol erstellt hat, rangiert Nikotin hinter Heroin, Kokain, Barbituraten, Methadon und Alkohol, aber noch vor Cannabis, LSD und Ecstasy, auf dem neunten Rang. Das Ranking wurde unter Einschätzung von Kriterien, wie körperliche Schädigungen, Stärke des Sucht-Potentials, Folgen für das soziale Umfeld sowie den öffentlichen Gesundheitskosten, erstellt. Andere Wissenschaftler wiederum, halten die Gefahren der legalen Droge Nikotin für völlig unterschätzt und stufen sie auf dem ersten Rang der Gefährlichkeits-Skala ein.

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